Biografie

Hans Holbein der Jüngere

NameHans Holbein der Jüngere

Geboren am00.00.1497

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortAugsburg (D).

Verstorben am00.00.1543

TodesortLondon (GB).

Hans Holbein der Jüngere

Der deutsche Maler und Zeichner zählt zu den wichtigsten Künstlern der Renaissance und gilt als Überwinder der altdeutschen Malerei. Seine größte Popularität und kunstgeschichtliche Bedeutung erlangte er als Hofmaler des englischen Königs Heinrich VII. In dieser Zeit porträtierte Hans Holbein der Jüngere nicht nur die Königsfamilie und die wichtigsten Hofangehörigen, sondern auch Brautkandidatinnen in ganz Europa für die vierte Ehe Heinrichs. Von großer Tragweite war gleichfalls seine künstlerische Tätigkeit in der Monumental-, Fassaden- und Glasmalerei sowie im Holzschnitt. Holbeins Stil zeichnet sich vor allem durch klare Bildstrukturen aus, die sich dem Manierismus annähern, und als kühle Objektivität bezeichnet wird. Gerade sie ist es, die ihn von anderen bedeutenden Malern seiner Zeit wie Hans Dürer (1490 – 1538) unterscheidet...
Hans Holbein der Jüngere wurde im Winter 1497/98 in Augsburg als Sohn von Hans Holbein dem Älteren geboren.

Holbein und sein älterer Bruder Ambrosius erhielten ihre Ausbildung in der Werkstatt ihres Vaters, eines bekannten spätgotischen Malers. 1515 ging Hans Holbein nach Basel, wo er sich als Maler und Zeichner für Holzschnitte betätigte. In der Folgezeit führten ihn weitere Reisen und Aufenthalte unter anderem nach Luzern, Frankreich und England. In dieser Zeit entstand sein Frühwerk, zu dem unter anderem das "Doppelporträt des Bürgermeisters Meyer und dessen Gemahlin" von 1516 zählt. Zwischen diesen wechselnden Aufenthalten kehrte Hans Holbein 1519 nach Basel zurück und trat der Malerzunft bei. Im Jahr darauf wurde er Bürger von Basel. In dieser Phase erfüllte er wichtige Auftragsarbeiten von Baseler Bürgern.

Holbein fertigte Bildnisse, Altargemälde und Fassadenmalereien an einigen der herausragendsten Gebäuden in der Kommune wie das Hertenstein-Haus (1517). Obendrein wurde er beauftragt, den Ratssaal der Stadt auszumalen. Sein Stil folgte in dieser Zeit noch der spätgotischen Kunst und dem Einfluss aus der väterlichen Werkstatt. Doch bereits in Basel machte er sich einen Namen als brillanter Porträtmaler. 1524 unternahm er eine Reise nach Frankreich, die sich auch in seinen nachfolgenden Werken niederschlug. Zwei Jahre später führte ihn eine Reise über Antwerpen erstmals nach England. Auf Empfehlung des niederländischen Philologen und Philosophen Erasmus von Rotterdam (1466/69-1536), den Holbein 1523 als "Schreibenden Erasmus von Rotterdam" porträtierte, traf er in London den englischen Autor und Staatsmann Thomas Morus (1478-1535).

Der Maler gastierte bei ihm und fertigte von ihm und seiner Familie ein Großporträt an. Nach seiner Rückkehr hielt er sich noch vier Jahre in Basel auf, in denen er 1528 ein Bildnis von seiner Frau und seinen Kindern mit dem Titel "Holbeins Frau mit den beiden älteren Kindern" anfertigte, das zusammen mit dem Erasmusbild zu seinen bedeutendsten Porträts zählt. 1532 siedelte Hans Holbein endgültig nach England über, womit sich auch Thematik und Motive in seinen Werken radikal änderten, denn im reformierten England waren religiöse Malereien nicht populär. König Heinrich VII. stellte ihn als Hofmaler an. Neben den Angehörigen der Königsfamilie und des Hofes porträtierte er gleichfalls englische Adelsangehörige und Kaufleute der Hanse. In dieser Zeit entstanden auch die Werke "Noli me tangere" von 1532, "Die Gesandten" 1533 oder der Holzstich "Totentanz" von 1538.

In dieser Phase änderte Holbein seinen Malstil, indem er Stimmung und Pathos aus seinen Gemälden verbannte und auf diese Weise eine kompromisslos sachliche Darstellung schuf. Sie macht bis heute auch die kunstgeschichtliche Bedeutung des Porträtmalers aus. Die zu seinen Gemälden angefertigten farbigen Bildniszeichnungen machten gleichfalls den Stilwandel mit, insbesondere durch eine formale Ästhetik und durch eine außerordentlich betonte Eigenart. Holbeins distanzierte Objektivität in seinem Kunstschaffen machte ihn gegenüber berühmten Renaissancemeistern wie Lucas Cranach der Ältere (1475-1553) oder Albrecht Altdorfer (1480-1538) unverwechselbar. Als Hofmaler durchreiste Hans Holbein der Jüngere einen Großteil von Europa und er fertigte neben den Porträts der Brautkandidatinnen Bildnisse von bedeutenden Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft an.

Zu seinen wichtigsten Werken zählen unter anderem die beiden Madonnenbilder Solothurner Madonna (1522) und Darmstädter Madonna (1525/26) sowie das Porträt "Der Kaufmann Georg Gisze" von 1532.

Hans Holbein der Jüngere starb zwischen dem 7. Oktober und 29. November 1543 bald nach der Rückkehr von einer Reise nach Florenz während einer Pestepidemie in London.

NameHans Holbein der Jüngere

Geboren am00.00.1497

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortAugsburg (D).

Verstorben am00.00.1543

TodesortLondon (GB).

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