Biografie

Epiktets

Name Epiktets

Geboren am01.01.0050

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortHierapolis

Verstorben am01.01.0138

TodesortNikopolis

Epiktets

Der griechische Philosoph war einer der bedeutendsten Repräsentanten der späten Epoche des Stoizismus. Sein Verständnis von Philosophie beschränkte sich beinahe ausschließlich auf die Ethik. Er soll nach kynisch-asketischen Vorstellungen Bedürfnislosigkeit vorgelebt haben. In seiner Lehre von der Bedürfnislosigkeit begründete er, dass es nicht diese Dinge selbst seien, die dem Mensch Glückseligkeit bedeuteten, sondern allein die Vorstellungen von diesen Dingen. Dagegen sah er es in der Hand des Menschen gelegen, dass ihn sein eigenes Denken und Begehren glücklich machen könnte. Epiktet forderte von den Menschen eine Gottverbundenheit als Quelle des Lebensmutes. "Was steht im Machtbereich des Menschen?" – das war der erste Grundsatz in seiner Philosophie. Berühmt wurde außerdem das Dictum "Nicht die Dinge an sich beunruhigen den Menschen, sondern seine Sicht der Dinge"...
Epiktet wurde in den Jahren zwischen 50 und 60 nach Christus im phrygischen Hierapolis, dem heutigen türkischen Pamukkale, geboren.

Epiktets Name bedeutet "der Hinzuerworbene". Über das Leben von Epiktet ist nur wenig bekannt. Er war ein Sklave des Leibwächters und Vertrauten von Kaiser Nero, Epaphroditos. Zu dieser Zeit war es üblich, dass sich wohlhabende Römer Sklaven mit Bildung gehalten hatten. Epiktet war ein Schüler des Stoikers G. Musonius Rufus gewesen. Epiktet wurde später freigelassen. Danach hielt er Vorträge über den Stoizismus und verbreitete so die philosophische Lehre. Etwa um das Jahr 90 wurde er durch ein Dekret des Kaisers Domitianus zusammen mit anderen Philosophen aus Rom verwiesen. Er erlitt ein ähnliches Schicksal wie vor ihm bereits Seneca.

Epiktet siedelte nach Nikopolis im westgriechischen Epirus über. Dort eröffnete er eine philosophische Schule, die er aufbaute und dessen Leiter er bis zu seinem Tod blieb. Seine Schule wurde bald bekannt und seine Lehren genossen eine hohe und verbreitete Akzeptanz. Selbst Kaiser Hadrian als auch Kaiser Marc Aurel begeisterten sich für Epiktets Philosophie. Auch Aurelius Augustinus, einer der wichtigsten Denker der frühchristlichen Patristik, stufte Epiktet als einen der wichtigsten späten Stoiker ein. Epiktet soll nach kynisch-asketischen Vorstellungen Bedürfnislosigkeit vorgelebt haben. Außer ein paar Dinge zum Leben wie Decke, Lampe oder Strohsack soll er keine weiteren Habseligkeiten besessen haben.

Damit lebte er vor, was er in seiner philosophischen Lehre anpries, nämlich sich auf das wirklich Wichtige im Leben zu beschränken und konzentrieren. Damit stand er ganz im Gegensatz zu Seneca, der ein wohlhabender Stoiker die Bedürfnislosigkeit als tugendhaft predigte und damit einen offensichtlichen Widerspruch zwischen Lehre und Realität vorlebte. Sokrates galt Epiktet als Vorbild. Wie er hielt er seine Lehren nicht schriftlich fest. So basieren die Überlieferungen seiner Lehren auf den Mitschriften Epiktets Schüler. Eine sehr treffende Überlieferung der moralischen Schriften von Epiktet, den sogenannten Diatriben, sind die Schriften von Flavius Arrianus, dem späteren Biograph Alexanders des Großen.

Arrianus überlieferte mit dem Titel "Unterredungen" Epiktets Lehren. Ein Teil daraus bilden das "Handbüchlein der Moral", das sich besonders in der Spätantike als trostspendendes Hausbuch großer Beliebtheit und Verbreitung erfreute. Epiktets Auffassung von Philosophie bedeutete in der Hauptsache das Gebiet der Ethik. Die Begründung sittlichen Handelns lag für ihn im Glauben an eine zweckgerichtete Welt. Der Zweck wurde von der Vernunft bestimmt, die göttlichen Ursprungs war. Die Erfüllung des menschlichen Daseins sah Epiktet darin, dass sich der Mensch durch den Gebrauch seines Willens in die Weltordnung harmonisch einbringt.

Glückseligkeit erreicht der Mensch, wenn er sich von allen seinen Begierden löst und unabhängig davon ist. In seiner Lehre trat Epiktet für die Gleichheit aller Menschen ein. Gegenüber dem Staat und der Ehe hielt er sich in ablehnender Distanz. "Was steht im Machtbereich des Menschen?" – das war der erste Grundsatz in seiner Philosophie. Epiktet zählte alles Äußere, den Besitz, die äußere Stellung oder das Ansehen zu denjenigen Dingen, über die der Mensch seinen Einfluss nicht geltend machen kann. In seiner Lehre von der Bedürfnislosigkeit begründete er, dass es nicht diese Dinge selbst seien, die dem Mensch Glückseligkeit bedeuteten, sondern allein die Vorstellungen von diesen Dingen.

Dagegen sah er es in der Hand des Menschen gelegen, dass ihn sein eigenes Denken und Begehren glücklich machen könnten. Epiktet war ein gläubiger Mensch. Er forderte die Verbundenheit des Menschen mit Gott, von dem alle Menschen stammen. Die Verbindung zu Gott bringen dem Menschen Lebensmut und Kraft, um schlechte und schwierige Zeiten durchzustehen.

Epiktet starb im Jahr 138 in Nikopolis (Epirus).

Name Epiktets

Geboren am01.01.0050

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortHierapolis

Verstorben am01.01.0138

TodesortNikopolis

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